Alles. Für Dich. Für Mich.

Verdammt! Ich erwische mich dabei, schon wieder, hier in meinem persönlichen Blog, nur Dinge zu posten, die mir auf die Nerven gehen. Davon gibt es genug. Ein Blick in die täglichen Nachrichten reicht, und es reicht mir. Und zwar bis oben hin!

Dazu immer dieser Streß. Die Zeit rinnt mir durch die Finger. So viele Dinge wollen von mir erledigt werden. Doch 24 Stunden sind nicht genug. Schon lange wollte ich ein neues Video drehen, schneiden, und veröffentlichen. Durch die Gegend spazieren, und dabei schöne Fotos aufnehmen. Den Vergaser bei meiner Kawa ausbauen, und das Ding endlich vernünftig zum Laufen bringen. Den Zahnriemen bei meinem Auto tauschen. An meinem Buch weiter arbeiten. Hundert Dinge in Haus und Garten erledigen. Endlich mal wieder richtig Urlaub machen (JA! Vor allem das!). Doch die Zeit vergeht zu schnell. Schon alleine 10 Stunden pro Tag für Arbeit, und mindestens 6 Stunden fürs Schlafen. Und von den 8 Stunden, die theoretisch als Freizeit zur Verfügung stehen, geht ein Großteil für irgendeinen Mist drauf, der erledigt werden muß. Keine Tätigkeiten, die Spaß machen, sondern die den Alltag bestimmen. Die Zeit rast dahin, und läßt mich zurück. Von den Aufgaben an mich sehe ich nur die Rücklichter – uneinholbar.

Doch das ist Gejammer auf hohem Niveau. Die meisten Menschen haben ganz andere, existenziellere Probleme. Da geht es darum, genug Geld zu verdienen, um zu essen, oder zu wohnen. Ich sollte kürzertreten. Mir weniger Dinge an die Beine binden. Aber es gibt halt so viel Schönes, mit dem man seine Zeit sinnvoll nutzen kann. Die Verlockungen sind immer viel zu groß, und die Enttäschungen auch. Wenn ich wieder nicht dazu komme, daß zu tun, worauf ich Lust habe. Ja, ich bin Lustgesteuert. Das nimmt offenbar im steigendem Alter zu. Da, wo man mit der Zeit das machen möchte, was einen erfüllt und befriedigt. Das Ergebnis meines mir erarbeiteten Wohlstands. Also keine Sache, für die ich mich schämen müßte. Und das mache ich auch nicht!

Es fällt mir oft schwer, daß Schöne zu sehen, und genauso zu werten, und zu honorieren, wie das Negative. Das tut weder mir, noch anderen gut. Und doch mache ich es! Ich, und viele andere, sind oft unzufrieden. Doch das wollte ich hier, in meinen neuen Blog, besser machen, und auch den tollen, und schönen Dingen in meinem Leben mehr Raum geben. Damit fange ich an, und zwar genau jetzt! Also…

…habe ich mir vorgenommen, einmal in der Woche hier aufzuschreiben, was mir in diesen sieben Tagen an lustigen, schönen, angenehmen, befriedigenden, erfolgreichen Dingen passiert ist. Ich könnte so etwas auch täglich versuchen, würde dabei aber sicherlich scheitern. Ihr wißt ja: Das Zeitproblem. Selbst wöchentlich ist für meine Verhältnisse sportlich. Aber sportlichen Ehrgeiz habe ich ja. Mal schauen, ob das klappt…

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