
Warum es nichts bringt, sich über dumme Kollegen & Vorgesetzte aufzuregen.
Jeder von uns kennt das. Und jeder von uns hat sich tausende Male die Frage gestellt, wie es dazu kommt. Warum offenbar gerade die beknacktesten Menschen in unserem Umfeld, in Vereinen, der Politik, oder auch auf der eigenen Arbeitsstelle, auf der Erfolgsleiter nach oben klettern, während offensichtlich erheblich geeigneteren Leuten dieser Aufstieg verwehrt bleibt.
Machen wir uns ehrlich: Das die Fleißigen, Ehrlichen, Strebsamen, Vertrauenswürdigen, und Intelligenten in Führungspositionen hervorstoßen, passiert gefühlt selten. Doch was ist die Ursache für diese unausgesprochene Gesetzmäßigkeit?
Dazu gibt es einige Theorien
Eine davon besagt, daß nur Leute nach oben befördert werden, die man am unteren Ende, also da, wo Leistung abgefragt wird, Kompetenz unausweichlich vorhanden sein muß, und ein Verstecken hinter Kollegen nicht möglich ist, nicht brauchen kann. Diese Theorie bestätigt mein Gefühl, in der Hirarchie über mir meist nur Drückeberger, Phrasendrescher, und Schauspieler entdecken zu können.
Eine andere Erklärung ist, daß Leute in Führungspositionen keine Konkurenz neben sich dulden. Somit wird im Zuge der Möglichkeiten verhindert, daß Menschen mit befürchtetem Kompetenzüberschuß klein gehalten werden, so daß diese einem selbst nicht gefährlich werden können. Das ist ein Verhalten, daß ich oft gerade bei Männern beobachte. Ich denke, Frauen sind vermutlich pragmatischer, oder?
Dann gibt es noch die These der Gleichheit. Das sich Menschen mit dem selben geistigen Niveau Führer suchen, die sich auf ihrem Level bewegen. Dem Aufsprengen einer homogenen Gruppe wird so entgegen gewirkt.
Die Urachen für diese soziale Degeneration sind vemutlich zahlreich. Bei den Auswirkungen gibt es jedoch eine Gemeinsamkeit: Die oben angekommenen Dummies schützen sich gegenseitig, und bauen ihr Imperium über unseren Köpfen aus.
Ein gutes Beispiel dafür ist vermutlich die derzeitige Administration in den USA. Gerade jetzt vor den Midterms, in denen die derzeit herrschende, und augenscheinlich wenig intelligente Regierung um ihren Einfluß bangen muß, werden alle Möglichkeit ausgeschöpft, um einen Machtverlust zu verhindern – Gewalt, in welcher Form auch immer, scheint dafür auch eine Option zu sein.
Eine Nummer kleiner, also bei dem eigenen Arbeitgeber, kann man ähnliches beobachten. Selten wird man es erleben, daß dort ungeeignete Mitarbeiter auf hohen Positionen für unkompetentes, oder sogar vorsätzlich schädigendes Verhalten die Verantwortung übernehmen müssen. Unsere politische Klasse ist dafür Beweis genug.
Die Folgen
Diese offensichtliche Entwicklung schadet uns. Es hemmt das Vorankommen von Unternehmens, einer Gesellschaft, und kann ganze Menschgruppen bedrohen. Gerade in Deutschland haben wir ausreichend Erfahrungen mit dieser Fehlentwicklung sammeln müssen.
Es schadet aber auch dem Einzelnen. Gerade in der Arbeitswelt. Denn es demotiviert. Wenn es sich nicht mehr lohnt, sich einzusetzen, sich in einen Auftrag hineinzuknien, mit der Hoffnung, durch Leistung voran zu kommen, ein Aufstiegsversprechen einlösen zu können, und auf eine bessere Zukunft zu hoffen, die man durch die eigenen Leistung erreichen kann, ohne dabei von unkompetenten, oder auch gleichgültigen Vorgesetzten ausgebremst zu werden: Warum sollte man sich dann noch engagieren? Warum sollte man sich anstrengen, wenn es offensichtlich nichts bringt? Warum sollte man etwas verbessern wollen? Warum sollte man einen Kampf gegen Windmühlen führen?
Die dann einsetzende Gleichgültigkeit „erhöre“ ich oft. In Gesprächen mit Freunden, Außendienstmitarbeitern, Verwandten. In den Medien. Stories über unsinnige Vorschriften. Über Geldverschwendung. Über Vetternwirtschaft. Über Fehlentscheidungen, die so jenseits jeder Vernunft sind, daß man als normal denkender Mensch nur den Kopf schütteln kann.
Denkt Ihr, das würde passieren, wenn an den entscheidenden Schaltstellen die dafür geeignesten Menschen arbeiten würden?
Dummerweise (wirklich „dummer-weise“) wird sich dieser Trend fortsetzen. Es ist hinlänglich bekannt, daß die Spezies Mensch sich zurückentwickelt. Gefördert von Entscheidungsträgern, die genau in diese Gruppe der aufgestiegenen Lowbrainer fallen. Schöne, neue Welt!
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