Alles. Für Dich. Für Mich.

Candid. Ein Begriff aus dem Englischen, der soviel bedeutet wie offen, oder spontan.
Fotografen beschreiben mit candids Fotos, die Menschen in alltäglichen Situationen zeigen, ohne jedoch, daß diese das Bemerken.
So (…und NUR so!) entstehen authentische Fotos, die alltägliche Alltagssituationen ungeschönt zeigen. Bilder, die mit Instagram-Selfies gar nichts gemein haben.

Diese Fotos haben einen eigenen Reiz. Ich bin mir sicher, daß sich die Fotografierten auf den Bildern meist nicht sehenswert dargestellt finden. Der überwiegenden Teil der Betrachter sieht das jedoch anders. Ich auch!

Der Fotograf hat hier eine besondere Verantwortung gegenüber dem fotografierten Menschen. Es geht nicht darum, andere bloß zu stellen.
Es geht darum, das Besondere, ja vielleicht sogar die natürliche Schönheit von Menschen in den Bildern herauszuarbeiten. Uns so zu zeigen, wie wir wirklich sind – oft gutaussehend, obwohl wir das nicht von uns sagen würden.

Dabei bewegen sich Fotografen in einer Grauzone. Gerade in Deutschland. Das Recht am eigenen Bild steht mit dem Recht auf künstlerischer Freiheit im Konflikt. Auch ich bin zwiegespalten. Deswegen versuche ich, meine Motive so unklar wie möglich zu zeigen, ohne daß das Foto dabei an Aussagekraft verliert. Ein Tanz auf dem Drahtseil. Die Freude ist deswegen besonders groß, wenn einem ein guter Shot in dieser Kategorie gelingt!