Alles. Für Dich. Für Mich.

Ja, es ist nicht schön. Genauer gesagt, eher obszön! Nicht nur der Titel des Beitrags. Auch unsere Lebenssituation.

Dabei höre ich immer wieder, man solle sich nicht der allgemein vorherrschenden Armageddon-Gefühlslage anschließen. Man solle das Positive sehen. Die Hoffnung nicht aufgeben. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Doch letztendlich stirbt sie!

Bei mir ist sie es schon. Ich habe mich damit abgefunden. Damit, daß wir heute fast schon sicher sagen können, daß wir im ARSCH sind!
(…und daß nebenbei erwähnt, im negativen Sinn – sorry, aber der mußte leider sein.)

Ich rede nicht vom Klimawandel. Auch, wenn der uns sicherlich noch riesige Probleme bereiten wird. Ich rede von dem Auslöser davon. Nicht vom verbrennen fossiler Brennstoffe. Nicht davon, daß wir die Ressourcen der Erde schneller verbrauchen als ein Drogenabhängiger sein Rauschgift.

Ich rede hier (…bzw. „schreibe“ hier…) von Dummheit.
Unserer Dummheit!
Und unserer Unfähigkeit, diese abzulegen.

Das liegt nicht an unserer Herkunft. Die Erkenntnis, daß der Mensch vom Affen abstammt, ist eine Beleidigung – für die Affen. Denn kein Tier kann so doof sein, wie unsere Spezies.

Flashback: Erinnert Ihr Euch noch an die 80er?

Hey! Generation X! Euch meine ich!

Wenn Ihr, wie ich, einen Großteil Eurer Jugend in der Zeit verbracht habt, dann wißt Ihr, wovon ich spreche. Wir haben es miterlebt. Wir haben gesehen, daß die Menschen dazu fähig sein können, etwas positiv zu verändern.
Wir haben BandAid gesehen – und gehört! „Do they know it’s Christmas?“ war nicht nur eine Frage. Es war ein Statement. Und ein Beweis. Ein Beweis für mich, daß die Menschheit dazu lernt, und mit dem verinnerlichten Wissen versuchen kann, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Selbst die Politik konnte sich dem nicht entziehen. West & Ost näherten sich an. Man rüstete ab. Reichte sich die Hände. Hatte verstanden, daß aus einem Krieg kein Gewinner hervor geht.
Und dann der Mauerfall! Unglaublich. Die Folge davon, daß die derzeit größten Rivalen keine Rivalen mehr sein wollten. Die Menschen waren es offensichtlich leid, sich zu bekämpfen. Zurecht! Denn: Was bringt es denn, sich gegenseitig das Leben schwer zu machen.
Es war fast wie bei einem dieser schlechten Star-Trek-Serien. Zu Gut, um wahr zu sein. Und dabei waren wir doch die „Null-Bock-Generation“. Wir waren „No-future“. Doch irgendwann hat uns jemand diesen Titel abspenstig gemacht: Genauer formuliert: Die Gegenwart.

Denn irgendwann fing es an. Ich weiß nicht, was der Auslöser war. Die Corona-Pandemie war es jedoch nicht. Es begann schon früher. Ich denke, als das Internet Einzug in unser Leben hielt. Das Internet, und diese beschissenen Smartphones. Oder fiel es zufällig damit zusammen? Genau sagen kann das vermutlich keiner, oder?

Hey! Generation X! Habt Ihr das auch so empfunden?

Plötzlich war wieder die Rede davon, daß wir uns schützen müssen. Von den Ausländern. Von anderen Staaten. Von allen Dingen, die plötzlich nicht mehr in unser Weltbild paßen.
In den Nachrichten hörte man von anderen Ländern. Daß dort die Gesellschaft gespalten ist. Sich zwei unversöhnliche Blöcke gegenüberstehen. Risse, die durch die Bevölkerungen gehen.
Man hörte, sah, und laß von Grenzen, die wieder zu errichten waren. Von Bürgern in Angst. Von Abgrenzung. Von Nationalität. Von „Wir gegen Die“.

Und dann kamen sie. So unausweichlich. So vorhersehbar. Gerade für uns Deutsche. Sie machten sich keine Mühe, ihr Vorhaben zu verbergen. Jeder, der mehr als zwei Gehirnzellen in seiner Birne hatte, konnte das sehen.
Trotzdem bekommen sie Zulauf. Von Menschen, die man bisher als „vernünftig“ angesehen hatte. Von Kollegen. Von Verwandten. Von Freunden.

Freunden?

Doch können solche Leute überhaupt noch „Freunde“ sein? Ich weiß es nicht.

Vor kurzem habe ich einen Ausschnitt eines Bühnenprogramms eines deutschen Comedian gesehen. Er sagte, er habe keine Lust sich mehr mit dummen Menschen zu unterhalten. Mit Leuten, die für Argumente nicht mehr zugänglich sind.
Bei seinem Auftritt fand ich das sehr komisch. Doch in der Realität ergeht es mir genauso. GANZ GENAU SO!

Was also tun?

Ein chinesischer Philosoph soll einmal gesagt haben, daß man sich nicht über Dinge aufregen soll, die man nicht ändern kann. Daß man seine Einstellung zu einer Situation ändern soll, und nicht die Situation selbst (Anm. der Red.: Falls es ein indischer Philosoph, ein amerikanischer Briefzusteller, oder ein brasilianischer Pizzabäcker war, dann laßt es mich wissen).
Wer immer auch diesen Satz gesagt hat: Er hatte recht!

Deswegen versuche ich danach zu leben.

Ja: We are fucked! Ich glaube, daß man die Entwicklung nicht mehr aufhalten kann. Vor Jahren wurde mir klar, daß dumme Menschen unser Untergang sein werden. Die Sache nimmt wohl ǵerade ihren Lauf.
Schöne Grüße dazu nach Sachsen-Anhalt: Ihr seid die Vorreiter. Aber keine Angst. Der Flächenbrand setzt bereits ein, und wird das ganze Land in Schutt und Asche legen. Hatten wir ja bereits. Ein Blick in die Vergangenheit spricht Bände.

Diese Leute haben nun den Fuß in der Tür. Sie können nur gewinnen.
Läuft es in dem Bundesland nun super, dann werden sich alle anderen Bürger denken, es ist eine gute Wahl sich für diese „Führer“ zu entscheiden.
Läuft es in dem Bundesland scheiße, dann waren es die bösen Anderen, die Schuld an der Misere sind.
Man kann es drehen und wenden wir man will: Diese Entwicklung ist nicht mehr auf-, und auszuhalten. Und jeder von uns hat sich nun zu entscheiden, welche Schritte er/sie persönlich nun daraus zieht.

Eins ist jedoch gewiß: So gut wie in den 80ern wird es nicht mehr werden.
Bei weitem nicht!

Sorry für den Negativ-Content. Aber irgendwo mußte ich diesen Mist abladen.

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