Alles. Für Dich. Für Mich.

…warum ich blogge?
Aus Spaß. Ganz simple.

Ich setze mich gerne vor die hellblaue Seite, lasse meine Finger über die Tastatur gleiten, und beobachte fasziniert, wie der Inhalt meines Gehirns in schwarze Lettern umgewandelt wird.

Ich glaube, die meisten bloggen aus anderen Gründen. Für viele soll ihr Blog möglichst erfolgreich sein. Sonst könnte man sich die Arbeit sparen. Erfolg bemißt man durch „Reichweite“. Also, wie viele Menschen man mit seinen geistigen Ergüsse erreicht. Gemessen in Klicks und Seitenaufrufen.
Auch ich freue mich, wenn einer meiner Artikel oft gelesen wird – logisch. Da ich jedoch weder ein übersteigertes Selbstbild von mir habe, noch mit meiner Schreiberei Geld erwirtschaften muß, ist das für mich nebensächlich. Aus diesem Grund kann ich mir auch den Luxus leisten nur dann zu schreiben, wenn es meine Zeit, und meine Lust erlaubt. Ein Privileg.

Und ja: Ich würde gerne öfter schreiben. Das ginge auch, wenn da nicht der saublöde Alltag wäre! Der stiehlt mir regelmäßig meine kostbare Lebenszeit, und wandelt diese in dröge Arbeitszeit um. Schade eigentlich.
Und so poste ich unregelmäßig. Pures Gift, wenn man sich einen treue Leserschaft aufbauen möchte. Aber möchte ich das überhaupt?

Ehrlichweise kann so etwas schnell zu einer Verpflichtung werden. Ein innerlicher Druck, abliefern zu müssen. Egal, ob das in geschriebener, fotografierter, oder gefilmter Form vonstatten geht. So weit war ich bereits. Mein Alltag hat mich ausgebremst. Ein Fakt, der mich bisher wütend gemacht hat. Bei dem ich bei näherer Betrachtung jedoch allmählich zu der Erkenntnis komme, daß er mir hilft, ein paar Gänge runter zu schalten.

Was lerne ich daraus? Es kommt auf den eigenen Blickwinkel an. Vieles ist bei längerer Analyse nicht so schlecht, wie es anfänglich den Anschein hat. Manchmal ist es gut, daß einem das Leben Knüppel zwischen die Beine wirft. Man eine Atempause bekommt. Inne hält. Nachdenkt.
Würde mir mein Alltag nicht meine Zeit rauben … wer weiß, ob ich mich dann immer noch „nur“ daran erfreuen können, ab und zu hier ein paar Zeilen zu verfassen. Oder würde ich mich nicht wahrscheinlicher auf einem Pfad wiederfinden, der mich nur den Erwartungen anderer näher bringt statt mir Freude zu bereiten?

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